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ich möchte endlich schlafen!




Liebe Jessica,



Menschen „meiner Generation“ sagen, dass ihr jungen Menschen nicht mehr so belastbar seid.

Ja - das stimmt!

Aber mir geht es gerade ähnlich, denn gefühlt bin ich seit Anfang / Mitte Dezember kränklich ... zu wenig geschlafen, zu viele Kilometer gefahren, zu viele Termine, zu viele unterschiedliche Themen, zu viele unterschiedliche Rollen.


Aber ich will auf gar keinen Fall jammern 👏 - weil das auch gar nicht zu mir passt.


Doch seit letzter Woche Donnerstag hat mich mein Bett mehr gesehen, als ich die frische Luft draussen geniessen konnte.


Ja - früher war wirklich alles besser. Als ich jung war, hatte ich einen Tag Fieber und danach war wieder alles gut. Nun quäle ich mich mit Kopfschmerzen, geschlossener Nase sowie den Nebenhöhlen ohne jegliche Temperatur rum und kann kaum eine Nacht schlafen.


Nun, das Thema Schlafen beschäftigt mich eh schon eine Weile - also seit einer meiner Ausbildungen zum Coach. Denn früher war ich stolz darauf nur vier Stunden Schlafen zu "müssen" und dann war ich wieder fit für die nächste Herausforderung. Wir hatten in der Firma sogar mal ein Projekt, welches "Insomnia" genannt wurde. Die Erwartungshaltung war klar.

Doch gerade in den neurowissenschaftlichen Teilen meiner Ausbildung konnte ich lernen, was wir insgesamt alles unseren Zellen antun. Und ausreichender wie vor allen Dingen regelmäßiger Schlaf gehört nun mal zur Grundlage unserer Gesundheit.


So habe ich mir nun eine 24/7 Überwachung der wichtigsten Körperwerte zugelegt, welche genau zu Beginn des Tanzes mit meinem Bett eintraf.


Ich war geschockt.


Die Herzwerte waren erschreckend. Ich habe auf jeden Fall meine Grenzen nicht nur nicht gekannt, sondern anscheinend permanent überschritten. Kein Wunder, dass ich immer leistungsschwächer wurde. 


In meinen Coachings erzähle ich immer, wie wichtig Schlaf, Bewegung, Ernährung, das soziale Umfeld, die mentale Gesundheit sowie Lebenslanges Lernen ist - und zwar auch in dieser Reihenfolge.


  1. Gesunder Schlaf:  Guter Schlaf ist die grundlegende Säule der Gesundheit. Schlaf beeinflusst fast jeden Aspekt des Wohlbefindens, von der Gehirnfunktion und dem emotionalen Gleichgewicht bis hin zur körperlichen Gesundheit und der Prävention von Krankheiten. So ist z. B. mittlerweile auch bekannt, dass man im Schlaf abnimmt.

  2. Körperliche Bewegung:  Regelmäßige Bewegung ist entscheidend für die Aufrechterhaltung der körperlichen Gesundheit, aber auch für die psychische Gesundheit. Sie verbessert nicht nur das kardiovaskuläre System und hilft bei der Gewichtskontrolle, sondern trägt auch zur Stressbewältigung und zum emotionalen Wohlbefinden bei.

  3. Ausgewogene Ernährung:  Eine gesunde Ernährung ist wesentlich für die Prävention von Krankheiten und die Förderung der Gesundheit. Sie liefert die notwendigen Nährstoffe, die der Körper für seine Funktionen benötigt. - idealerweise nur Dinge essen, auf denen vorher kein Aufkleber mit Inhaltsstoffen draufklebte.

  4. Soziales Umfeld:  Starke soziale Bindungen sind für das emotionale Wohlbefinden entscheidend. Sie bieten Unterstützung, reduzieren Stress und können sogar die Lebenserwartung erhöhen.

  5. Mentale Gesundheit:  Die Pflege der psychischen Gesundheit ist entscheidend, um Stress zu bewältigen und ein erfülltes Leben zu führen. Dazu gehören Strategien zur Stressbewältigung, emotionale Intelligenz und gegebenenfalls professionelle Unterstützung bei psychischen Problemen.

  6. Lebenslanges Lernen:  Das lebenslange Lernen fördert die geistige Gesundheit und hält das Gehirn aktiv und engagiert.





Diese Ganzheitlichkeit ist besonders relevant in einer Zeit, in der viele Menschen unter chronischem Stress und Zeitdruck stehen und die grundlegenden Bedürfnisse des Körpers wie Schlaf und Bewegung oft vernachlässigt werden.



Nun ... meine Messwerte verändern sich seit kurzem wieder positiv und dies gravierend.

Doch früher hätte ich mich, gerade wenn Gäste da sind, aufgerappelt und an allem teilgenommen.

Doch die Kenntnis über meine HRV hat mich mal ganz locker im Bett bleiben lassen.

HRV steht für Herzratenvariabilität (Heart Rate Variability) - dazu vielleicht irgendwann mal mehr ...



Aber ja - du hast absolut recht.

Wir müssen unsere Grenzen kennen!

Erst dann haben wir auch wirklich eine Chance, an diesen zu arbeiten und uns weiterzuentwickeln.

So, wie ich gerade mit meinem körperlichen Zustand. Jeden Tag erkenne ich, was mein Herz sagt, wie meine Haut reagiert, wie meine Blutsättigung ist. Und damit kann ich nun Stück für Stück die Leistung steigern und die Performance erhöhen.


Kennen wir die Grenzen nicht, gehen wir entweder nicht an sie heran und werden uns nicht weiterentwickeln. Nein, noch schlimmer - wir werden uns zwangsläufig verschlechtern. Oder wir überschreiten diese - vielleicht sogar permanent - und zerstören uns langsfristig selbst.


Wie hatte mir erst vor kurzem eine Interessentin gesagt: "Nein - das ist kein Thema. Da habe ich eine dicke Betonplatte draufgelegt." [Anm.: Verhältnis zur Mutter]


Da findet bereits jetzt ein toxischer Gärprozess in dieser armen Frau statt und sie überschreitet Tag für Tag, Stunde für Stunde, Minute für Minute ihre persönlichen Grenzen.



Also NEIN - ihr jungen Menschen schaut nur, wo die Belastungsgrenzen sind.


Das haben wir "Alten" eben anders gelernt:

"Ein Indianer kennt keinen Schmerz" "Beiss die Zähne zusammen"


Was man nun erwarten kann und muss, ist die Weiterentwicklung, die Transformation.

Diese ist aus meiner Sicht gerade in den aktuellen Zeiten notwendiger denn je - für alle Generationen.



Aber dazu gibt es ja uns beide und viele andere - einerseits, die Menschen zu sensibilisieren und andererseits auf ihrem Weg zu unterstützen !




Aus dem Herzen sonnige Grüße (immer noch aus dem Bett 🙈) UND vor allen Dingen einen herrlichen Rutsch in ein wunderbares, gesundes und fröhliches Neues Jahr


Andreas





 

Andreas Jelden, geboren 1966, gibt erfolgreichen und ambitionierten Menschen ihre Freiheit zurück.

Er unterstützt insbesondere Unternehmer und Führungskräfte, ihre berufliche Veränderungen zu meistern und wieder in ihre Leichtigkeit zu kommen.

Seit über 40 Jahren arbeitet er mit und für Menschen, hat kleine und große Teams geführt. In Kriegsgebieten und Krisenregionen wie auch sonst hat Andreas umfangreiche Krisenmanagementerfahrungen gesammelt.

Persönliche Herausforderungen haben ihn sein ganzes Leben begleitet. Deshalb ist er immer wieder andere Wege gegangen und hat neue Lösungen erarbeitet.

Andreas arbeitet systemisch, methodenübergreifend sowie integrativ emotionsorientiert auf Basis der aktuellsten neurowissenschaftlichen Grundlagen.

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